Beratung - Elternratgeber

Bild: Wenn Kinder und Babys nicht schlafen können

Wenn Kinder und Babys nicht schlafen können

Viele Eltern sind total verunsichert, wenn es um den Schlaf ihres Kindes oder Babys geht. Wundern braucht uns das aber nicht, kann doch ein Kind, das schlecht schläft, zum wahren Alptraum einer Familie werden. Fest steht aber, dass alle Kinder potentiell in der Lage sind, nachts durchzuschlafen und dass weniger Zirkus ums Schlafengehen oft die beste Lösung wäre. – So unterstützen Sie Kinder und Babys beim Schlafen:


Feste Schlafenszeiten einhalten

Bild: Schlafprobleme vermeiden

Das Schlafengehen kann als Trennung von den Eltern empfunden werden. Das kann sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern Ängste auslösen. Zum Schlafengehen sollte man keine Gruselgeschichten erzählen und auch sonst alles unterlassen was stimulierend oder aktivierend wirkt (hüpfen, herumtoben, usw.). Das Kind muss definitiv wissen, dass es die gemeinsame Zeit vor dem Schlafengehen nicht überschreiten kann. Ohne feste zeitliche Regelungen kommt es viel eher zu Spannungen, angstbesessenen Situationen und Streit.


Keine falschen Einschlaf-Assoziationen erlernen

Wenn ein Kind nachts wach geworden ist, fühlen sich viele Eltern genötigt, das Kind mit füttern, schaukeln, im Arm halten oder singen wieder zum Einschlafen zu bringen. Falsch! Kinder gewöhnen sich dann an solche Einschlafhilfen und können ohne sie bald nicht mehr von alleine einschlafen. Sie werden von den Eltern abhängig anstatt zu lernen, das Einschlafen mit sich selbst zu assoziieren oder Dingen, die immer erreichbar sind, wie etwa einer Lieblingsdecke oder einem Plüschtier.


Einschlafen als Lernprozess verstehen

Bild: Schlafprobleme vermeiden

Legen Sie ihr Kind nach ruhigen, schlafvorbereitenden Ritualen im wachen oder schläfrigen Zustand ins Bett. Wünschen Sie ihm eine Gute Nacht und verlassen Sie dann das Zimmer. Ein gedämmtes Licht kann helfen, wenn das Kind dies wünscht.
Sollte ihr Kind mehr als zwei Minuten schreien, kommen Sie zurück. Bitte kein Licht anschalten, das Kind nicht aus dem Bett nehmen und keinen Bitten nach Saft, Essen oder Geschichten erzählen nachkommen. Trösten Sie ihr Kind und machen Sie ihm auf souveräne, elterliche Art klar, dass Sie wirklich da sind und dass es keinerlei Grund zu irgendwelchen Sorgen gibt. Bleiben Sie auf keinen Fall länger als 1 bis 2 Minuten im Kinderzimmer.
Sie selbst müssen dies als Lernprozess verstehen. Ihr Kind will den selbständigen Übergang vom Wachsein zum Schlafen lernen. Ihre beste Hilfe ist also Ihre weitgehende Zurückhaltung. Nur so lernt ein Kind, dass es ohne Hilfe anderer und ganz auf sich allein gestellt einschlafen kann.


So fördern Sie den gesunden Schlaf Ihres Kindes

Legen Sie eine Einschlafroutine fest und sorgen Sie für die konsequente Einhaltung der Zeiten. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind vor dem Zubettgehen entspannen kann. Kümmern Sie sich vor dem Zubettgehen persönlich um Ihr Kind (kein Fernsehen, Computer, etc.). Ihr Kind soll nicht einschlafen, während Sie ihm die Flasche geben, es stillen oder es im Arm halten. Legen Sie es zum Schlafen immer in sein Bett. Geben Sie Ihrem Kind keine koffeinhaltigen Getränke (z. B. Cola). Bleiben Sie entspannt und souverän. Zeigen Sie ihrem Kind, dass es Grenzen gibt.