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Beratung - MatratzeAllgemeinDa wir Schreiner sind, versteht sicherlich jeder, dass dieses Thema nicht unser Fachgebiet ist. Aus diesem Grunde möchten wir Ihnen hier die verschiedenen Matratzenarten aufzeigen, jedoch frei von Wertung. FederkernmatratzeDie meisten Federkernmatratzen besteht aus einem Gerippe von taillierten Federn (Bonellfedern)
welche mit verschiedenen Materialien umpolstert werden. Die Federn sind aus einem ca. 2mm starken
meist voll verzinktem Draht gewickelt. Bonellfedern besitzen ein progressives Federverhalten.
Bei geringer Belastung bleiben sie eher weich, bei harter Belastung entwickeln sie einen kräftigen
Gegendruck. Die Anzahl der Federn ist ein wichtiger Punkt für dauerhafte Funktionstüchtigkeit. TaschenfederkernmatratzeIn Textiltaschen einzeln eingenähte Federn geben dieser Art Ihren Namen. Die einzelnen Taschen sind miteinander verknüpft. Die Federn sind unter Spannung eingenäht und agieren so etwas mehr bei punktuell. Tonnentaschenfederkernmatratze
Eine Form der Taschenfederkernmatratzen bei die Federn in eine Tonnenförmigen Tasche eingenäht sind. Federkernmatratze / EndlosfederkernmatratzeIn einer Endlosfederkernmatratze sind bis zu 600 kleine Einzelfedern miteinander zu einer Einheit verbunden. Die Gewichtsbelastung verteilt sich auf des gesamte Federsystem, demzufolge diese Matratzensorte nicht sehr punktelastisch sind. KaltschaummatratzeKaltschaummatratzen besitzen eine synthetische Schaumfüllung (Polyurethan–Basis). Dieser
wird mit Luft bei niedrigen Temperaturen geschäumt. Wie bei Latexmatratzen braucht man auch bei Kaltschaummatratzen einen Lattenrost mit eng stehenden
Federleisten. Ein Qualitätsmerkmal von Kaltschaummatratzen ist das Raumgewicht. Die Angebote differieren
von 25 bis 60kg/m³. Das Raumgewicht steht jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit dem Härtegrad der
Matratze. Es gibt auch sehr leichte Raumgewichte mit hoher Stauchhärte (Härtegrad). Diese sind dann
jedoch nicht von so dauerhafter Qualität wie hohe Raumgewichte. LatexmatratzeDas Rohmaterial für Latexmatratzen ist der Saft des Kautschukbaumes (Hevea Brasiliensis).
Der gewonnene Saft wird bearbeitet und mit verschiedenen Zusätzen in einer Stahlform aufgeschäumt.
Bei ca. 100° wird er dann gebacken wir ein Kuchen (vulkanisiert). Die Mehrzahl der angebotenen
Latexmatratzen besteht aus eine Mischung natürlicher und synthetischer Rohstoffe. Viscosematratze / TempurmatratzeFür diese Matratzen wird ein Schaumstoff mit sehr speziellen Eigenschaften verwendet. Tempur
oder Viskomaterial wird bei Einwirkung von Druck und Wärme (Körperwärme) weicher, wodurch ein
absenken in den belasteten Körperzonen erreicht wird. Das Material passt sich der Körperform
auf diese Weise sehr gut an. Eigenschaften wir Feuchtigkeitstransport und Wärmeregulierung
sind gut. Futons / Naturmatratzen aus Baumwolle, Schafschurwolle, Rosshaar, Strohkern, Kapok, Kokosfaser
Bei den genannten Matratzen beschreibt der Name den Inhalt. Verschiedene gute Eigenschaften der
natürlichen Rohmaterialien stellen die Eignung als Matratzengrundmaterial dar. Je nach Material bieten
sie unterschiedliche Liegeeigenschaften. BaumwolleBaumwolle ist ein strauchartiges Malvengewächs. Die Wolle stammt von der aufplatzten Samenkapsel und diente ursprünglich als Windsegel für die Samen. Stoffe aus Baumwolle gibt es seit mehreren tausend Jahren. Baumwolle wird hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika, Indien und China angebaut. Baumwolle kann bis zu 65% Ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Sie ist sehr reiß- und scheuerfest aber nicht sehr elastisch. Durch Ihre körperfreundlichen Eigenschaften sorgt sie für ein angenehmes, temperaturregulierendes Schlafklima. SchafwolleSchafwolle ist ein ökologisch sehr hochwertiger Naturrohstoff. Sie bietet für die Verwendung
als Matratzenmaterial einige hervorragende Eigenschaften. Wolle kann bis zu 30% des Eigengewichtes
an Feuchtigkeit aufnehmen, durch den natürliche Lanolingehalt (Wollfett) auf der Faseroberfläche
ist jedoch eine schnelle Trocknung (Verdunstung) gewährleistet. Eine hohe Elastizität
(Rückstellvermögen) der gekräuselten Fasern erhält die Bauschfähigkeit wodurch die Wolle besonders
atmungsaktiv und luftdurchlässig ist. Die gekräuselten Fasern bewirken ebenfalls einen hohen
Lufteinschluss dieser trägt zu einer guten Wärmeisolation bei. Die Wolle besteht aus Eiweißsubstanz
welche ein schlechter Wärmeleiter aber ein gute Isolator ist. Durch eine besondere Faserstruktur
unterliegt die Schafwolle einem natürlichen Selbstreinigungseffekt. Das Haar ist aus 2 Zellarten
aufgebaut, diese haben ein unterschiedliches Quellverhalten bei Berührung mit Wasser oder Dampf.
Ähnlich wie ein Bimetall bei Wärmeschwankungen, befindet sich das Haar durch die sich ständig
änderte Luftfeuchtigkeit permanent in Bewegung. RosshaarHaar von Mähne oder Schweif des Pferdes. Die ca. 30-90cm langen Haare werden gekräuselt
und mit Dampf behandelt, dadurch wird eine hohe Sprungkraft erzielt. Rooshaar ist eines der
elastischsten natürlichen Fasermaterialien. Die Fähigkeit einen hohen Anteil Feuchtigkeit
aufzunehmen ohne sich nass anzufühlen und die körperfreundlichen Eigenschaften machen Rosshaar
zu einem gerne eingesetzten Polstermaterial. Aufgrund der Feuchte regulierenden Eigenschaften
eignen sich Rooshaarmatratzen besonders für die warme Jahreszeit. StrohFür Matratzenfüllungen wird Roggenstroh verwendet. Heute wird das Stroh gepresst und
versteppt. Eine reine Strohmatratze ist eine eher feste Angelegenheit. Stroh besitzt eine
isolierende Wirkung (Wärmeisolation). Man gesteht diesem Material auch eine abschirmende
Wirkung elektromagnetischer Felder zu. Strohmatratzen müssen oft und regelmäßig gut
durchgelüftet werden. Denn Feuchtigkeit nimmt den Stroh die Elastizität, es setzt sich
dann fester ineinander und wird luftundurchlässig. Stock und Schimmel kann die Folge sein. KapokDie Kapokfaser ist schon sehr frühen Naturvölkern als Lagermaterial bekannt gewesen. Den
Kapokbaum findet man heute wild wachsend in Äquatornähe rund um die Erde. Bis zur Mitte des
letzten Jahrhunderts wurde die Kapokfaser als Matratzenfüllstoff und Polstermaterial verwendet.
Das Material unterlag jedoch einer starken Verdrängung durch Schaumstoffe und andere synthetische
Materialien. Man nennt die Kapokfaser auch Pflanzendaune oder Pflanzenseide. Die Fasern werden
aus den Kapokfrüchten gewonnen. Die Früchte werden aufgebrochen und von den trockenen 10-15cm
langen Hülsen getrennt. Durch Wind werden die leichten Fasern von den Samen extrahiert und können
ohne weitere Behandlung als Füllmaterial verarbeitet werden. Die Faser ist hohl und dadurch sehr
leicht, eine Füllung aus Kapokfasern wiegt gegenüber einer Füllung aus Schurwolle 30% weniger.
Das Material ist Wasser abweisend aber diffusionsoffen (dampfdurchlässig). KokosfaserDie Kokospalme wächst im gesamten Küstenbereich der Tropen. Die Kokosnüsse werden vor der
Reife geerntet, weil die Fasern später stark verholzen. Die Schale wird über einige Wochen in
Meerwasser geweicht, damit sich die Fasern lösen lassen. Durch mechanische Bearbeitung werden
die Fasern geschmeidig gemacht, gewaschen und getrocknet. Kokosfasern zeichnen sich durch eine
sehr hohe Scheuerfestigkeit, Strapazierfähigkeit und gute Isolationseigenschaften aus. In
Matratzen wird sie im Kern verwandt, da sie luftdurchlässig und Feuchte regulierend ist.
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